Häufige Fragen rund um das Piercen

Piercings werden gerade in letzter Zeit immer beliebter. Jedes Piercing kann attraktiv, erotisch und befriedigend sein, vorausgesetzt, es verheilt ohne große Probleme. Dazu gehört aber nicht nur die absolut fachgerechte Arbeit des Piercers, sondern auch das Verantwortungsbewusstsein der gepiercten Person. Ebenso ist es von größter Bedeutung, dass der Piercer über eine fundierte, langjährige medizinische Ausbildung verfügt. Hier wollen wir die häufigsten Fragen unserer Kunden zum Thema Piercings aufgreifen und ausführlich beantworten.

 

Piercings – Was du wissen musst?

Tut es weh?

Da jeder Mensch ein anderes Schmerzempfinden hat, gibt es keine allgemein gültigen Aussagen. Manche spüren nur einen kurzen Piekser, andere wieder, vor allem an besonders empfindlichen Stellen, während des Piercingvorganges heftigere Schmerzen. Dies hängt allerdings auch wesentlich davon ab, wie du zu deinem neuen Körperschmuck stehst. Wenn du dich vor lauter Angst verkrampfst, wird es sicher mehr weh tun. Aber wenn du dich so richtig auf deinen neuen Körperschmuck freust, gehört der kurze Moment des Schmerzes zum Gesamterlebnis dazu. Wenn ein Piercing gestochen wird, schüttet der Körper Endorphine aus, die im zentralen Nervensystem eine stärkere Schmerzakzeptanz hervorrufen (sozusagen ein körpereigenes Betäubungsmittel). 24 Stunden vor und nach dem Piercing sollten keinerlei Drogen, Tabletten oder Alkohol eingenommen werden, da deren Wirkung den Schmerz intensiver erscheinen lassen kann. Unter Alkoholeinfluss besteht die Gefahr einer unnötig starken Blutung.

Ist ein Piercing teuer?

Leider ist in den letzten Jahren die Zahl der unprofessionellen Piercer drastisch gestiegen. Studios, Privatpersonen, Schmuckläden, usw. bieten meist zu Schleuderpreisen angeblich professionelle Piercings an. Leider handelt es sich hierbei um Personen, die mit Bodypiercing schnell das große Geld verdienen möchten und keine professionelle Ausbildung besitzen, bzw. ihre Kenntnisse auf dubiosen Lehrgängen oder Videos erlernt haben. Die Kunst des Bodypiercings bedarf professioneller, medizinischer Ausbildung und langjähriger Erfahrung. Das wertvollste, das man besitzt, die eigene Gesundheit, sollte man nicht in die Hände respektloser Personen legen. Das DIE KLINIK-Team ist hundertprozentig professionell ausgebildet und hat bereits ca. 50.000 Piercings durchgeführt. Der Preis für ein Piercing beinhaltet einen hygienisch sauberen Raum, sterile Einwegnadeln, sterile Handschuhe und sterile Instrumente, sowie einen Piercer, der die Kunst beherrscht und über eine staatlich anerkannte medizinische Ausbildung verfügt. Diese Dinge sollten einem Menschen wichtig sein, der sich piercen lassen möchte und die deshalb den Preis rechtfertigen.

Wieso soll für Piercings niemals eine Pistole verwendet werden?

Pistolen sollten nicht für Piercings verwendet werden, da diese Geräte nicht korrekt sterilisiert werden können und deshalb meist nur mit Alkohol abgesprüht werden, Diese Reinigungsmethode tötet keine HIV bzw. Hepatitisviren ab und kann deshalb lebensgefährlich sein. Außerdem kann es beim Durchschuss des Ohrknorpels zu Splitterung, Entzündung und in weiterer Folge zur Weiterleitung der Entzündung ins Gehirn kommen. Dies kann lebensbedrohliche Komplikationen zur Folge haben. Ein Durchschuss der Nasenwand kann eine Verletzung des Nervus facialis verursachen, was eine halbseitige Gesichtslähmung zur Folge hätte. iese Dinge sollten einem Menschen wichtig sein, der sich piercen lassen möchte und die deshalb den Preis rechtfertigen.

Wie wird das Piercing durchgeführt?

Als erstes werden sämtliche Instrumente sowie der Schmuck in einem Autoklaven (Dampfsterilisator) bei 134 Grad und 2,2 bar Druck sterilisiert, damit jede Form von infektiösen Bakterien und Viren abgetötet wird. Abkochen oder Reinigungsalkohol erreicht diesen Sterilitätsgrad nicht. Um eine hundertprozentige Sterilisation der Instrumente zu gewährleisten, wird bei DIE KLINIK eine dritte Stufe der Reinigung durchgeführt: 1. Einlegen der verwendeten Instrumente in eine viren-, bakterien- und pilztötende Substanz 2. Reinigung im Ultraschallreinger 3. Sterilisation im Autoklaven. Die Piercingstelle wird mit einem Hautdesinfektionsmittel gereinigt, bei Bedarf rasiert und danach markiert. Anschließend wird bei einigen Piercings die Haut mit einer Klemme fixiert oder ohne Hilfsmittel mit einer lasergeschliffenen, sterilen Einmalnadel durchstochen (dies dauert nur wenige Sekunden). Danach wird der Schmuck ohne weitere Unannehmlichkeiten eingesetzt und verschlossen. Die gepiercte Stelle wird nun mit einem speziellen Desinfektionsmittel desinfiziert und mit einem sterilen Verband abgedeckt (soweit es die Körperstelle erlaubt). Das DIE KLINIK Team ist professionell ausgebildet und führt nur gefahrlose Piercings durch.

Welcher Schmuck wird verwendet?

Die Art und Zusammensetzung des Materials, aus dem der Körperschmuck hergestellt wird, ist entscheidend für die Abheilung eines Piercings. DIE KLINIK bietet zum Ersteinsatz grundsätzlich drei Arten von Piercingschmuck an:

  • Titan Grad 23 (biokompatibel und nickelfrei)
  • PTFE – Teflon (ebenfalls biokompatibel, nickelfrei und antiadhäsiv)
  • Gelb oder Weißgold (nickelfrei)

Unter Bezugnahme auf §29 des österreichischen LMR, der Nickelverordnung §3 Bundesgesetzblatt Nr.204/2000 und der Richtlinie 94/27/EG des Europäischen Parlamentes Artikel 1-3 und Anhang ist Chirurgenstahl für den Ersteinsatz bei Piercings verboten!!! Wir halten uns natürlich streng an diese Vorschriften. Unser Titan- sowie auch der PTFE- schmuck  haben die Eigenschaft, äußerst korrosionsbeständig zu sein. Beide geben dadurch keine Ionen an den Körper ab, noch nehmen sie Bestandteile des Körper auf. Dadurch verheilt dein Piercing schneller und besser.

Wann darf man gepierct werden?

ART&BEAUTY behält sich das Recht vor, Piercings abzulehnen. Folgende Punkte sind hierfür ein Grund: 1) Die Person befindet sich in medikamentöser Behandlung oder es sind allergische Reaktionen auf Medikamente, Metalle oder Antibiotika bekannt. 2) Die Person leidet an Krankheiten, die eine Heilung des Piercings nicht garantieren können. 3) Die Person steht unter Einfluss von Drogen und/oder Alkohol. 4) Die Person wünscht ein Piercing an Stellen ihres Körpers, die nicht für ein Piercing geeignet sind (liegt im Ermessen des Piercers). 4) Die Person ist unter 14 Jahre alt.

Warum muss eine Erklärung über das Einverständnis unterschrieben werden?

Die Einverständniserklärung ist zunächst einmal eine Einwilligung in eine Körperverletzung, mit der uns die Genehmigung erteilt wird, ein Piercing durchzuführen. Des weiteren stellt der Vertrag eine Absicherung für die zu piercende Person dar und gibt ihr die Sicherheit, alle Hinweise über Pflege, Gefahren und weitere wichtige Informationen erhalten zu haben.

Beeinflusst das  Piercing den Lifestyle?

Ja, in positiver Art, da es ein neues Körpergefühl vermittelt. Man kann mit einem neuen Piercing ganz normal arbeiten und andere körperliche Aktivitäten ausüben. Solarien und Saunabesuche, lange Sitzbäder in der Wanne, baden in Chlorwasser und in Seen sollte jedoch 2-4 Wochen vermieden werden, da sich dein Piercing sonst schmerzhaft entzünden kann.   Auch Intimpiercings haben Einfluss auf den Lifestyle. Jedoch sollten während der Abheilung Sexualkontakte vermieden werden. Dieser Verzicht dient dem Schutz der eigenen Gesundheit und beschleunigt den Heilungsprozess.

Wie pflegst du dein Piercing?

Du bekommst von uns ein Hinweisblatt für die richtige Pflege deines Piercings. Außerdem wirst du von uns in die richtige Pflege deines Piercings eingewiesen. Bei genauer Durchführung der Pflegeanweisung ist eine Infektion so gut wie ausgeschlossen.

Was ist zu tun im Falle einer Infektion?

Das Piercing entzündet sich immer ein wenig (leichte Rötung und Wundwasseraustritt). Dies ist völlig normal und eine natürliche Abwehrreaktion deines Körpers. Starke Schmerzen und ein Verhärten der Piercingstelle sind ein Alarmsignal. Falls dieser Fall eintritt, komm bitte SOFORT zu uns, wir helfen dir weiter. Außerhalb der Öffnungszeiten empfehlen wir den Besuch der nächstgelegenen Spitalsambulanz. Für Notfälle stehen wir dir unter der bekanntgegebenen Mobiltelefonnummer zur Verfügung. Den Piercingschmuck darfst du in diesem Fall niemals entfernen, da es sonst zu ernsthaften Komplikationen kommen kann.

Grundsätzliches:

Die Heilungszeit eines Piercings ist sehr stark von der jeweiligen Piercingstelle und den körpereigenen Abwehrkräften abhängig. Daher ist es schwierig, allgemeingültige Aussagen über die Dauer der Heilung zu treffen. Einige Leute denken fälschlicherweise, dass sie ihren Schmuck jederzeit problemlos herausnehmen und wieder einsetzen können. Tatsache ist jedoch, dass der Schmuck zumindest während der ersten sechs Monate ständig getragen werden sollte. Das Infektionsrisiko beim Piercing ist minimal, wenn steril und sauber gearbeitet und, vor allem die Pflege danach entsprechend ernst genommen wird. Unsere Erfahrung zeigt, dass die meisten Probleme auf folgende Faktoren zurückzuführen sind:

  1. Oralkontakt oder Berührung mit schmutzigen Fingern. 2. Benutzung eines Reinigungs- oder Desinfektionsmittels, auf welches der Körper negativ reagiert. 3. Ungenügende, bzw. unsachgemäße oder auch übertriebene Pflege. 4. Falsche Schmuckgrösse oder allergische Reaktion des Körpers auf den Schmuck.

Falls diese oder andere Probleme bei deinem Piercing auftreten sollten, sind wir gerne bereit, dir weiterzuhelfen. Ruf einfach an oder komm vorbei. Sollten unsere Ratschläge keine schnelle Besserung hervorrufen, such bitte so schnell wie möglich einen Arzt auf. Generell gilt: Eine angemessene und konsequente Pflege bestimmt Schnelligkeit und Qualität des Heilungsprozesses. Übertriebene Pflege wirkt sich jedoch negativ auf die Heilung aus.

KONTAKT

Mariahilfer Strasse 45
(im Raimundhof)
A-1060 Wien
Tel.: +43/1/333 2 444
+43/664/333 2 444
E-Mail: office@die-klinik.at

ÖFFNUNGSZEITEN

DI-FR 11:00 bis 18:00 Uhr
SA 11:00 bis 17:00 Uhr
und nach Vereinbarung

PIERCING & TATTOO STUDIO